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Wie bei uns Kreisläufe entstehen

vor 1 Tag
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Stunden

Bevor wir uns damit beschäftigen, wie wir Dinge zirkulärer gestalten können, möchten wir zunächst einen Schritt zurückgehen: was bedeutet Zirkularität (Kreislaufwirtschaft) eigentlich?

Zirkuläres Wirtschaften bedeutet, Ressourcen möglichst lange im Kreislauf zu halten, anstatt sie nach einmaliger Nutzung zu verbrauchen und zu entsorgen. Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: umzudenken, bestehende Materialien anders zu betrachten, Abläufe zu hinterfragen und nach neuen Ideen und Möglichkeiten zu suchen.

Wie wir bei herzundhund® versuchen, solche zirkulären Strategien in unserem Unternehmen umzusetzen, möchten wir dir hier zeigen:


Vorhandene Ressourcen nutzen


Schurwolle fällt als natürlicher Rohstoff bei der Haltung von Schafen ohnehin an. Gleichzeitig sind die wirtschaftlichen Absatzmöglichkeiten für heimische Schurwolle sehr begrenzt. Dadurch wird ein wertvoller, natürlicher Rohstoff teilweise nicht entsprechend seines Potenzials genutzt, in manchen Fällen wird Wolle sogar entsorgt, weil sich schlicht keine Abnehmer finden. Wir nutzen diesen bereits vorhandenen natürlichen Rohstoff und seine besonderen Fasern, anstatt für unsere Produkte zusätzlich Kunstfasern herstellen und verwenden zu müssen. So geben wir einem Material, das vielerorts kaum noch Abnehmer findet, einen neuen Wert.


Wiederverwenden statt wegwerfen


Was bereits da ist, muss nicht neu produziert werden. Zirkularität bedeutet auch, Materialien, die bereits vorhanden sind, möglichst lange zu nutzen. Was für einen Zweck ausgedient hat, kann an anderer Stelle vielleicht noch gebraucht werden.

Bei herzundhund® nutzen wir zum Beispiel ausgediente Pferdedecken und alte Tennisbälle und machen daraus neue Produkte. Durch Upcycling bleiben die Materialien länger im Nutzungskreislauf und müssen nicht direkt entsorgt werden.

Dabei geht es nicht darum, für jedes Problem eine perfekte Lösung zu finden. Es geht darum, Materialien anders zu betrachten und sich zu fragen: Kann daraus noch etwas Neues entstehen?


Reparieren statt ersetzen


Ein Produkt muss nicht automatisch entsorgt werden, nur weil es beschädigt ist. Gerade die Eigenschaften der Wolle machen unsere Produkte besonders langlebig und reparierbar. Viele kleinere Verschmutzungen und Beschädigungen lassen sich beispielsweise bereits durch einen Waschgang in der Waschmaschine beheben. So kann ein Produkt deutlich länger genutzt werden, anstatt ersetzt und entsorgt zu werden.


Reduzieren


Zirkularität bedeutet nicht nur Wiederverwendung und Reparatur. Ein wichtiger Bestandteil ist auch, den Ressourcenverbrauch von Anfang an möglichst gering zu halten. Für die Herstellung unserer Produkte benötigen wir nur sehr wenig Strom und Wasser. Trotzdem finden wir: auch wenn der Verbrauch bereits gering ist, lohnt es sich, die eigenen Abläufe immer wieder genau anzuschauen.Wo lässt sich vielleicht noch etwas vermeiden? Wo können wir einen Arbeitsschritt anders gestalten? Und wo gibt es Möglichkeiten, Ressourcen noch bewusster einzusetzen?


Genau diese Fragen möchten wir uns immer wieder stellen.


Zirkularität ist kein fertiger Zustand


Für uns bedeutet Zirkularität deshalb nicht, dass wir die eine große Lösung gefunden haben und damit alles erledigt ist. Es ist vielmehr ein Prozess. Es geht darum, bestehende Abläufe immer wieder zu hinterfragen, neu zu denken, Dinge auszuprobieren und Schritt für Schritt neue Wege zu gehen. Dabei wird nicht immer alles sofort perfekt sein. Aber vielleicht muss es das auch gar nicht. Denn Zirkularität beginnt für uns genau dort, wo man anfängt, anders über Materialien und Produkte nachzudenken: 

Was ist bereits vorhanden? Was kann weiterverwendet werden? Was kann repariert werden? Und wie können wir vermeiden, dass etwas unnötig zu Abfall wird?


Jeder Schritt zählt – ganz egal, wie groß oder klein er ist.


Wir möchten diesen Weg weitergehen und immer wieder nach neuen Möglichkeiten suchen, Materialien länger im Kreislauf zu halten und unseren Umgang mit Ressourcen bewusster zu gestalten.


Gleichzeitig können wir alle als Konsument:innen mit unseren Kaufentscheidungen beeinflussen, welche Produkte, Materialien und Wirtschaftsweisen Zukunft haben.

 

 
 
 

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